Bau-Wesen 

Eine Ausstellung

Seit ein paar Jahren bin ich Baustellenfan.

Ich stehe am Rande einer Grube oder spähe durch den Bauzaun. Ich schaue hinüber und hinab und staune. 
Ich bin Baustellenfan geworden, denn seit ein paar Jahren habe ich eine Baustelle im Blick, egal aus welchem Fenster meines Hauses ich schaue.

Diese Eindrücke habe ich zu einer Ausstellung zusammengestellt. Hier ist ein Ausschnitt davon.

Meine Lieblingsmaschinen sind der Kran und der Bagger.

Der Kran ist ein graziles Gebilde aus Stahl und Drahtseilen. Er klackt und summt.

Bagger sehe ich als Wesen aus einer anderen Zeit. Sie sind wie Dinosaurier, die sich in Wände fressen, wirken wild oder auch müde, scheinen ein Eigenleben zu haben.

Manchmal entfalten sich Zwischenwelten in einer Baustelle. Halbabgerissene Häuser erschaffen eigene Geschichten.

Früher

standen hier Gebäude, hier wohnten und arbeiteten Menschen. 


Was passiert mit der Seele eines Hauses, wenn es abgerissen wird? 

Es gibt Zeiten, 

in denen das Innere eines halbabgerissenen Hauses dem eigenen Innenleben gleicht. Wo liebgewohnte Zimmer keine schützenden Wände mehr besitzen. Wo es zum Dach reinregnet und die Treppe nach oben keinen Sinn mehr macht, da es das Oben so nicht mehr gibt.

Wie geht es dann weiter - mit einem selbst und den verschiedenen Baustellen?